Allgemeine Informationen zum Medizinstudium

So funktioniert acadoo

Um Medizin studieren zu können, bedürfen Sie gewisser Voraussetzungen. Nicht nur ist das Studium durch einen NC zulassungsbeschränkt, auch die Studieninhalte und die Examensprüfungen setzen ein breites Wissen sowie Disziplin voraus.

Zulassung und Studienbeginn

In der Regel beginnt das Medizinstudium in jedem Jahr mit dem Wintersemester. Um für den Studiengang zugelassen zu werden, benötigen Sie die allgemeine Hochschulreife. Die erste Hürde für die Zulassung besteht schon in Ihrer Abiturnote, denn der Numerus Clausus (NC) im Fach Medizin liegt an den deutschen Hochschulen und Universitäten zumeist zwischen 1,0 und 1,6. Wesentlich mehr Bewerber streben jedes Jahr das Studium der Medizin an, als Plätze an den Universitäten zur Verfügung stehen. Der Numerus Clausus errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen den Studienplätzen und der Anzahl der Bewerber und fällt deshalb dementsprechend hoch aus. Haben Sie einen der begehrten Plätze erhalten, beginnt für Sie die Ausbildung zum Arzt oder zur Ärztin.

Studiendauer und Verlauf

Die Regelstudienzeit für das Medizinstudium beträgt ca. 12 Semester. Wenn Sie an einer deutschen Hochschule studieren, sind die Inhalte bundesweit einheitlich gefasst. Sie werden durch die Approbationsordnung für Ärzte (ÄAppO) geregelt. Während der ersten vier Semester durchlaufen die Studierenden den vorklinischen Teil, der mit dem Physikum endet. Das Physikum ist eine schriftliche Prüfung, die das Wissen aller vier Semester zum Inhalt hat. Die restlichen acht Semester des Medizinstudiums werden klinischer Teil genannt. Zu diesem Zeitpunkt finden bereits viele Seminare in Krankenhäusern statt, nur noch wenige Vorlesungen werden an der Universität gehalten. Während des klinischen Teils absolvieren die Studierenden die sogenannte Famulatur, ein mehrwöchiges Praktikum, das auf verschiedene Stationen in Arztpraxen oder Krankenhäusern aufgeteilt werden kann. Am Ende des Studiums steht das praktische Jahr. Es umfasst die letzten beiden Semester vor dem Staatsexamen und ist aufgeteilt in drei Abschnitte von jeweils vier Monaten. Mit dem Bestehen des Staatsexamens – aufgrund des hohen Schwierigkeitsgrads auch „Hammerexamen“ genannt – endet das Studium der Medizin und die Absolventen beginnen mit der Facharztausbildung.

Inhalte des Medizinstudiums

Im Grundstudium, dem vorklinischen Teil, stehen die Grundlagenfächer der Medizin auf dem Stundenplan. Dazu zählen unter anderem Anatomie, Biochemie, medizinische Terminologie, Molekularbiologie, Physiologie und Psychologie. Auch in diesem Abschnitt des Studiums werden bereits praktische Erfahrungen gesammelt, unter anderem wenn es darum geht, Leichen zu sezieren und die Anatomie des menschlichen Körpers zu verstehen, oder bei molekularbiologischen Laborexperimenten. Die Vorklinik schließt mit dem ersten Teil der ärztlichen Prüfung ab. Während des sogenannten Physikums werden die Studierenden drei Tage lang schriftlich über die Inhalte des Grundstudiums geprüft.

Ist das Physikum bestanden, beginnt der klinische Teil des Studiums. Im zweiten  Studienabschnitt lernen die Studierenden die verschiedenen Fachgebiete der ärztlichen Tätigkeit kennen und beschäftigen sich unter anderem mit Chirurgie, Neurologie, Allgemeinmedizin, Hygiene oder Innerer Medizin. Im Verlauf des Klinikstudiums müssen verschiedene Praktika absolviert werden. Diese sogenannte Famulatur kann auf verschiedene Bereiche aufgeteilt werden und umfasst insgesamt vier Monate. Davon müssen zwei Monate in einem Krankenhaus und ein Monat in einer Arztpraxis absolviert werden, der vierte Monat ist frei wählbar. In ihrem letzten Studienjahr gehen die Medizinstudenten ins praktische Jahr. In den Bereichen Chirurgie und Innere Medizin sowie einem Wahlfach übernehmen die Studenten bereits ärztliche Aufgaben, um sich auf die Anforderungen des Berufs vorbereiten zu können. Am Ende des Studiums steht das Staatsexamen. Dieser zweite Teil der ärztlichen Prüfung besteht in einem mehrtägigen mündlichen Kolloquium, während dem die Studierenden ihr theoretisch und praktisch erlerntes Wissen am Patienten demonstrieren müssen.

Beruf und Doktorarbeit

Mit dem erfolgreich bestandenen Staatsexamen können die Absolventen die Approbation als Arzt beantragen und in einem Krankenhaus oder als niedergelassener Arzt arbeiten. Den Doktortitel erhält jedoch nur, wer während oder im Anschluss an das Studium eine Dissertation verfasst und diese in der sogenannten Disputation verteidigt. Doch egal ob Sie eine Doktorarbeit anstreben oder nicht, bevor Sie wirklich in den Beruf starten, müssen Sie eine mehrjährige Facharztausbildung durchlaufen, die Sie für das ausgewählte Fachgebiet qualifiziert.

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