Medizinstudium in Österreich

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Wer in Deutschland nicht zum Medizinstudium zugelassen wird, kann das deutschsprachige Studium auch in Österreich absolvieren!

In Deutschland einen Studienplatz für Medizin zu erhalten, ist nicht einfach. In jedem Semester gibt es wesentlich mehr Studieninteressierte als verfügbare Plätze an den Universitäten. Um zum Studium zugelassen zu werden, muss man entweder ein sehr gutes Abitur haben – der NC liegt in der Regel zwischen 1,0 und 1,6 – oder im Auswahlverfahren der Hochschulen einen Platz erhalten. In Österreich dagegen erfolgt die Zulassung zum Medizinstudium durch einen Medizinertest.

Zulassung zum Medizinstudium in Österreich

Wo an deutschen Universitäten Noten ausschlaggebend sind, haben die österreichischen Hochschulen einen anderen Weg gefunden, die Interessenten für das Medizinstudium auszuwählen. Der Medizinertest MedAT legt fest, wer das Studium beginnen darf und wer nicht. Es gibt in Österreich nur drei Universitäten in Graz, Wien und Innsbruck sowie eine Privathochschule in Salzburg, an denen das Medizinstudium angeboten wird. Alle drei Universitäten führen den Aufnahmetest synchron und einheitlich durch, so dass alle Interessenten die gleichen Chancen haben, einen Studienplatz zu erhalten. Vorkurse oder bereits gesammelte praktische Erfahrungen zählen bei diesem Zulassungsverfahren nicht.

Der Medizinertest besteht aus mehreren Teilen, in denen neben naturwissenschaftlichem Wissen auch kognitive und analytische Fähigkeiten abgefragt werden. Nur 20 % der Plätze werden am Bewerber aus dem europäischen Ausland vergeben. 75 % der Studienplätze gehen an Österreicher und 5 % an außereuropäische Studienanfänger. Außerdem ist die Teilnahme an MedAT nicht kostenlos: Interessenten müssen ca. 100 Euro an die Universität bezahlen, an der sie den Test durchführen möchten.

Medizin studieren in Österreich

Inhaltlich unterscheidet sich das Medizinstudium in Österreich wenig von den deutschen Studieninhalten. Das Lehrangebot enthält eine Mischung aus theoretischen sowie praktischen Inhalten, die für die Ausbildung zum Arzt grundlegend sind. Im Grundstudium werden in erster Linie Fächer wie Anatomie, Zellbiologie, Histologie, Chemie, Biochemie, Physik, Physiologie, Psychosoziale Medizin und Genetik unterrichtet. Im nächsten Studienabschnitt lernen die Studierenden die medizinischen Fachgebiete kennen und werden an die praktische Arbeit mit den Patienten herangeführt. Dazu zählen u.a. Fächer wie Allgemeinmedizin, Dermatologie, Chirurgie, Augenheilkunde und Rechtsmedizin. Wie auch in Deutschland ist das Studium sehr zeit- und lernintensiv, denn in regelmäßigen Prüfungen wird das erlernte Wissen abgefragt. Während der vorlesungsfreien Zeit müssen auch in Österreich Praktika absolviert werden. In den sogenannten Famulaturen sollen die Studierenden ihr theoretisches Wissen aus den Vorlesungen an der Universität in die Praxis umsetzen und erste Berufserfahrungen sammeln.

Während das Medizinstudium in Deutschland mit dem Staatsexamen beendet wird, handelt es sich in Österreich im Bereich Humanmedizin um einen Diplomstudiengang. Daneben werden an den Universitäten auch Bachelor-/Masterstudiengänge wie Molekulare Medizin, Gesundheits- und Pflegewissenschaften oder Medizinische Informatik angeboten. Das Studium der Humanmedizin dauert in der Regel sechs Jahre. Die Absolventen dürfen sich danach Dr. med. univ. nennen, wobei es sich aber lediglich um einen mit dem Staatsexamen vergleichbaren Diplomgrad handelt. Um den eigentlichen Doktorgrad zu erhalten, können die Absolventen im Anschluss an das Medizinstudium ein dreijähriges Doktoratsstudium beginnen. Anders als in Deutschland kann die Promotion hier nicht schon während des Studiums erfolgen.

Facharztausbildung und Berechtigung zur Berufsausübung als Arzt

In Deutschland ist möglich, direkt nach dem bestandenen Staatsexamen die Approbation als Arzt oder Ärztin zu beantragen. Auch ohne Doktortitel dürfen die Absolventen dann als Arzt arbeiten oder sich in einer Praxis niederlassen. Die mehrjährige Facharztausbildung ist zwar sinnvoll, aber nicht verpflichtend. In Österreich dagegen darf nur als Arzt selbstständig tätig werden, wer den sogenannten Turnus absolviert. Im Zeitraum von drei Jahren müssen die Mediziner verschiedene Disziplinen durchlaufen und mit positiven Referenzen sowie einer abschließenden Prüfung beenden. Alternativ können sie mit der sechsjährigen Facharztausbildung beginnen, nach der sie erneut eine Prüfung ablegen können.

Wer nach dem Studium nicht in Österreich arbeiten möchte, kann den EU-Richtlinien entsprechend sein Diplom im Ausland anerkennen lassen. Dennoch müssen in Einzelfällen auch in Deutschland oder anderen Ländern noch Prüfungen abgelegt werden, um die Approbation zum Arzt zu erhalten. Durch die spätere Promotion, die Turnusausbildung sowie die Facharztausbildung dauert das Medizinstudium in Österreich im europäischen Vergleich am längsten. Wer aber in Deutschland aufgrund des hohen Numerus Clausus keinen Studienplatz erhält und nicht mehrere Semester warten möchte, für den ist das Studium in Österreich eine ernstzunehmende Alternative. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern kann das Studium hier auf deutsch durchgeführt werden und hat einen hohen Standard. Mit dem erfolgreichen Abschluss ist es nach der Promotion möglich, nach Deutschland zurückzukehren und dort um Approbation zu ersuchen und den Arztberuf aufzunehmen.

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